Ein verspäteter Sprechbeginn liegt dann vor, wenn der Wortschatz mit 24 Monaten unter 50 Wörtern liegt und das Kind keine Wortkombinationen, wie z.B. „Ball haben“, „Mama raus?“ bildet. Häufig waren diese Kinder als Baby still und haben nicht gebrabbelt.

Manchmal sind auch das Wortverständnis sowie kognitive Fähigkeiten wie das Symbolspiel („so tun als ob“) oder die Objektpermanenz (wissen, dass ein Gegenstand da ist, auch wenn er nicht sichtbar ist) noch nicht ausreichend entwickelt.

Da diese Kinder ein erhöhtes Risiko tragen, ab dem 3. Lebensjahr eine Sprachentwicklungsstörung auszubilden, sollte rechtzeitig eine logopädische Untersuchung, Elternberatung und Therapie zur Vorbeugung erfolgen.

Therapeutische Maßnahmen

In der Therapie werden spielerisch die Voraussetzungen für den Spracherwerb geschaffen, indem symbolische und kommunikative Grundfähigkeiten ausgebaut werden. Auch soll das Kind befähigt werden, selbst die Wörter aus der Umgebungssprache zu erwerben. Die Eltern erhalten fördernde Ideen für den Alltag.

Sprachentwicklungspsychologischer Ansatz von B. Zollinger,

KonLab von Zvi Penner