Bei einer Sprachentwicklungsverzögerung oder -störung können verschiedene Bereiche der Sprache betroffen sein: die Grammatik, der Wortschatz, das Sprachverständnis oder die Aussprache. Häufig auffallend ist auch das Erzählverhalten: Diesen Kindern fällt es schwer, sinnzusammenhängend und strukturiert zu erzählen. Dazu kommen können auch Konzentrationsschwierigkeiten und Aufmerksamkeitsprobleme.

Dysgrammatismus

Kinder mit Dysgrammatismus wenden die Regeln bei der Bildung von Sätzen und der Beugung von Wörtern falsch an. Betroffen sein können z.B. die Verbstellung, das Kasussystem und die Artikeleinsetzung.

Beispielsweise:

  • „Ich möchte die Auto!“
  • „Hanna in Kindergarten gewest.“
  • „Katze und Hund im Garten spielen!“

Wortfindungsstörungen

Braucht ein Kind häufig sehr lange, bis ihm ein Wort einfällt oder verwechselt es oft Wörter, spricht man von einer Wortfindungsstörung. Die Ursachen dafür können in einem eingeschränkten Wortschatz und/oder in einer Beeinträchtigung der Speicherung bzw. des Abrufs von Wörtern liegen.

Sprachverständnisstörungen

Sprachverständnisstörungen können auf Wort-, Satz- oder Textebene auftreten. Das Kind versteht Sprache nicht altersentsprechend. So antwortet es z.B. auf Fragen nicht adäquat oder ausweichend. Auffällig wird die Sprachverständnisstörung häufig erst dann, wenn das Kind keine zusätzlichen Hilfen wie Gesten oder konkrete Situationen zur Verfügung gestellt bekommt.

Therapeutische Maßnahmen

Die Entdeckung der Sprache – Zollinger Konzept,
Kon-Lab nach Zvi Penner,
Psycholinguistische Phonologietherapie P.O.P.T./A. Fox,
Inputspezifizierung nach Kauschke & Siegmüller,
Kontextoptimierung nach Prof. Motsch,
Entwicklungsproximale Therapie nach Prof. Dannenbauer.