Man unterscheidet zwischen:

Phonetischer Störung

Die Lautbildung ist betroffen, d.h. die geistige, innere Form der Sprache ist korrekt, aber bei der Realisation des Lautes kommt es zu Fehlbildungen. Die häufigste phonetische Störung ist das sog. Lispeln (Sigmatismus). Hier handelt es sich um eine Fehlbildung des Lautes /s/. Die Zunge liegt bei der Lautbildung zwischen den Zähnen oder stößt an die Zähne an. Häufig wird diese Aussprachestörung von einer myofunktionellen Störung begleitet.

Phonologischer Störung

In der phonologischen Entwicklung lernt das Kind Laute systematisch einzusetzen. Das heißt, dass ein Laut nicht nur korrekt gebildet, sondern im Wort auch korrekt verwendet werden muss. Kommt es zu Lautauslassungen oder -ersetzungen, so liegt eine phonologische Verzögerung oder Störung vor.

Besonders häufig tritt dieses bei folgenden Lauten auf:

/sch/: das Kind sagt „Sule“ anstelle „Schule“,

/k/: „Tuh“ statt „Kuh“,

/r/: „Hat“ statt „Rad“.

Therapieansätze

Artikulationstherapie nach van Riper,
Phonologische Therapie nach A. Fox, T. Jahn
Minimalpaartherapie,
Metaphon nach Howell&Dean.