Bei der auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AWVS) kommt es zu Beeinträchtigungen in der zentrale Wahrnehmung und Verarbeitung von Gehörtem. Das sogenannte periphere Hören ist dabei intakt. Beeinträchtigt sein können:

Auditive Aufmerksamkeit: Es fällt den Kindern schwer, sich lange auf akustische Reize zu konzentrieren. So werden sie z.B. beim Vorlesen schnell unruhig und schalten dann ab.

Auditive Merkspanne: Übers Hören präsentierte Inhalte werden von den Kindern schwer behalten.

Auditive Differenzierung: Häufig können diese Kinder ähnliche Laute nicht unterschieden (z.B. Kanne – Tanne) wodurch es zu Missverständnissen kommen kann.

Gestörte auditive Figur-Grundwahrnehmung: Gesprochene Sprache kann von den Kindern oft nicht aus den Umgebungsgeräuschen herausgefiltert werden. Bei einer Geräuschkulisse verstehen sie die Anweisung der Erzieherin nicht.

Die AWVS kann sich u.a. auf die schulische Leistungsfähigkeit massiv auswirken. So kann es zu Schwierigkeiten beim Lese- und Rechtschreiberwerb (LRS) kommen.

Therapieansätze:

Die Therapie setzt direkt an den auffälligen Teilfunktionen an: z.B. Verbesserung der auditiven Aufmerksamkeit, Speicherung und Diskriminierung. Unterstützend setzte ich kompensatorische Strategien ein, wie z.B. Mundbilder oder Symbole als visuelle Hilfestellung.

  • Auditives Wahrnehmungstraining nach Prof. Nickisch/ N. Lauer,
  • Würzburger Trainingsprogramm.