Als Lehrerin muss ich schon relativ viel sprechen – dazu kommt aber auch noch meine Tätigkeit als Trainerin im Sportverein. In den letzten Monaten ist meine Stimme immer rauer geworden, ich habe einen ständigen Räusperzwang und das Sprechen strengt mich inzwischen stark an. Eine Kollegin hat mir dann empfohlen, eine Stimmtherapie zu machen.“

Es wird unterschieden zwischen funktionellen, organischen und psychogenen Stimmstörungen. Bei einer funktionellen ist die Stimmgebung durch eine Fehlbelastung, zum Beispiel durch einen zu starken Kraftaufwand oder eine inadäquaten Atmung gestört.

Typische Anzeichen sind:

  • anhaltende Heiserkeit,
  • schnell ermüdende Stimme, Stimmversagen,
  • Räusperzwang, Druckgefühl im Hals,
  • gepresster oder behauchter Stimmklang,
  • eingeschränkte Tragfähigkeit oder Lautstärke.

Bei einem dauerhaft falschen Stimmgebrauch können sich organische Beeinträchtigungen entwickeln. Dieses ist besonders bei Vielsprechern ein Risiko. Organische Stimmstörungen treten bei Stimmlippenveränderungen (Polypen, Knötchen), Stimmlippenlähmungen oder nach Operationen, z.B. nach einer Schilddrüsenoperation, auf.

Therapieverfahren:

Eine Stimmtherapie ist eine ganzheitliche Behandlungsform. Sie bezieht den gesamten Körper ein. Betrachtet werden die Atmung, die Haltung, die Körperspannung, die Stimmgebung und die am Sprechen beteiligte Muskulatur. Sie lernen mit geringerem Kraftaufwand, Ihre Stimme zum Ausdruck zu bringen.

  • Manuelle Stimmtherapie nach G. Münch,
  • Stimmtherapie nach Ferau-Horn, Fröschels, Coblenzer / Muhar,
  • Funktionale Stimmtherapie nach Brügge / Mohs,
  • Atemtherapie u.a. nach der Buteyko-Methode.