Wer Einschränkungen erleben muss, weil er mit anderen nicht mehr sprachlich in Kontakt treten kann, empfindet einen großen Verlust. Häufig fühlt er sich hilflos und ohnmächtig. Der Erhalt, die Verbesserung oder die Wiedererlangung der sprachlichen Kommunikationsfähigkeit sind wichtige Voraussetzungen für ein selbstständiges Leben in unserer Gesellschaft.

Als ich im Krankenhaus aufwachte, bemerkte ich, dass ich meinen Arm und mein Bein nicht bewegen konnte. Zum Glück war meine Frau da. Als ich ihr diese Beobachtung mitteilen wollte, ging dieses nicht. Mir fehlten die Worte…ich war sprachlos!“

Aphasie ist eine Sprachstörung, die meist infolge eines Schlaganfall auftritt. Das Ausmaß und die Schwere der Aphasie sind sehr unterschiedlich und abhängig vom Ort und Ausprägung der Schädigung im Gehirn. Betroffen sein können das Sprachverständnis, die Wortfindung, die Grammatik, das Lesen und Schreiben sowie das Rechnen bzw. der Umgang mit Zahlen.

Symptome einer Aphasie können sein:

  • Wortfindungsstörungen,Wortvertauschungen,
  • Lautvertauschungen,
  • Wortneuschöpfungen,
  • ein stockender aber auch ein überschießender Sprechfluss.

Häufig tritt eine Aphasie zusammen mit Gedächtnisstörungen und Beeinträchtigungen in der Aufmerksamkeit und Konzentration auf.

Eine intensive, unmittelbar nach dem Schlaganfall einsetzende Therapie kann dabei helfen, eine Sprachstörung zu lindern und langfristig zu beseitigen. Im weiteren Behandlungsverlauf können ein bis zwei Sitzungen ausreichen, um Fortschritte weiter auszubauen.

Therapieansätze:

  • Alltagsorientierter Therapieansatz (AOT),
  • Modalitätenaktivierung nach Luise Lutz,
  • Neurolinguistisches Trainingsprogramm,
  • Beratung zu Themen wie Alltagsbewältigung oder Kommunikation mit Aphasikern.