Immer häufiger forderte mich meine Frau auf, doch lauter zu sprechen. Sie könne mich nicht verstehen. Zuerst dachte ich, das kann nicht sein, vermutlich ist ihr Gehör einfach nicht mehr so gut. Mittlerweile merke ich aber selbst, dass ich immer schlechter verstanden werde und Sätze wiederholen muss.“

Bei einer Dysarthrie ist das Sprechen beeinträchtigt. Durch eine Abweichung der Atmung, der Stimmfunktion und/oder der Aussprache sind Menschen mit einer Dysarthrie oft schwer verständlich. Symptome einer Dysarthrie können sein:

  • undeutliche, verwaschene Artikulation,
  • verlangsamtes oder beschleunigtes Sprechtempo,
  • monotone oder abgehackte Sprechweise,
  • sehr leises oder zu lautes Sprechen,
  • rauer oder heiserer Stimmklang,
  • Kurzatmigkeit, Unterbrechen des Sprechens durch Einatmen.

Durch die gestörte Funktion der Sprechmuskulatur kann es auch zu einer mundmotorischen Störung wie etwas Speichelfluss oder zu einer Schluckstörung kommen.

Ursachen für Dysarthrien sind meist Erkrankungen des Nervensystems wie Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Chorea Huntington oder Aminotrophe Lateralsklerose (ALS). Sie treten aber auch nach Schlaganfällen oder Schädel-Hirn-Verletzungen bzw. Tumoren auf.

Als LSVT-Therapeutin habe ich langjährige Erfahrung in der Dysarthrietherapie von Parkinsonerkrankten. Es besteht die Möglichkeit einer intensiven LSVT-Therapie in Einzeltherapie oder in der Gruppe. Gerne stelle ich auch den Kontakt zu Selbsthilfegruppen her.